Reinigungsfirma beauftragen: Worauf Sie bei Auswahl, Angebot und Vertrag achten sollten
Eine Reinigungsfirma ist schnell gefunden — eine gute, die zuverlässig bleibt, schon schwieriger. Die Auswahl entscheidet sich selten am Preis allein, sondern an ein paar handfesten Kriterien, die Sie vor der Unterschrift prüfen können. Hier ist die Checkliste aus der Praxis.
Erstens: die Objektbesichtigung. Seriöse Anbieter kalkulieren nicht blind am Telefon, sondern sehen sich Flächen, Böden, Sanitärbereiche und Besonderheiten an, bevor sie ein Angebot abgeben. Wer ohne Besichtigung einen Pauschalpreis nennt, rät — und Nachforderungen oder Qualitätsprobleme sind programmiert. Nutzen Sie den Termin, um Erwartungen zu klären: Was stört Sie heute, was ist Ihnen besonders wichtig?
Zweitens: das Leistungsverzeichnis. Das Angebot muss konkret benennen, welche Flächen wie oft mit welchen Tätigkeiten gereinigt werden — inklusive der Abgrenzung von Zusatzleistungen wie Grund-, Fenster- oder Teppichreinigung. "Büroreinigung, 2× wöchentlich, pauschal" ist kein Leistungsverzeichnis, sondern eine Streitvorlage. Gute Anbieter liefern die Aufstellung unaufgefordert.
Drittens: Versicherung und Verlässlichkeit. Lassen Sie sich die Betriebshaftpflicht nachweisen (Glas-, Schlüssel- und Sachschäden kommen in der Praxis vor) und fragen Sie nach Vertretungsregelungen bei Urlaub und Krankheit, festen Ansprechpartnern und Referenzobjekten vergleichbarer Größe. Ein Blick auf echte Kundenbewertungen — etwa in unserem Verzeichnis — zeigt schnell, ob Zuverlässigkeit nur versprochen oder gelebt wird.
Viertens: Tariftreue und realistische Preise. In der Gebäudereinigung gilt seit dem 1. Januar 2026 ein allgemeinverbindlicher tariflicher Mindestlohn von 15,00 Euro pro Stunde (Innen- und Unterhaltsreinigung); mit Sozialabgaben, Material, Anfahrt und Verwaltung sind marktübliche Stundenverrechnungssätze von etwa 25 bis 45 Euro die Folge. Deutlich billigere Angebote sollten Sie hinterfragen: Nach dem Mindestlohngesetz kann der Auftraggeber haften, wenn sein Dienstleister oder dessen Subunternehmer Mindestlöhne nicht zahlen. Fragen Sie deshalb auch, ob mit eigenem Personal oder mit Subunternehmern gearbeitet wird.
Fünftens: Probephase und Qualitätssicherung. Vereinbaren Sie eine Anlaufphase mit gemeinsamer Begehung nach den ersten Wochen und einen einfachen Reklamationsweg mit klarer Nachbesserungsfrist. Professionelle Firmen arbeiten mit Checklisten oder digitalen Nachweisen pro Einsatz — fragen Sie danach. Und achten Sie im Vertrag auf faire Laufzeiten und Kündigungsfristen; branchenüblich sind zunächst überschaubare Laufzeiten mit Verlängerungsoption, keine langen Knebelverträge.
Sechstens, oft vergessen: die Schlüsselfrage. Regeln Sie schriftlich, wer Schlüssel oder Transponder erhält, wie sie dokumentiert werden und was bei Verlust gilt (Stichwort Schließanlagen-Haftung — auch dafür ist die Haftpflicht relevant). Bei Alarmanlagen gehört die Bedienung ins Übergabeprotokoll.
Mit dieser Checkliste wird aus dem Bauchgefühl eine belastbare Entscheidung. Vergleichen Sie zwei bis drei Angebote mit identischem Leistungsverzeichnis — und lassen Sie sich vom günstigsten Preis nicht blenden, wenn Besichtigung, Versicherung oder Referenzen fehlen. Geprüfte Gebäudereinigungen mit echten Kundenbewertungen für 20 deutsche Städte finden Sie in unserem Verzeichnis.
Häufige Fragen
Objektbesichtigung vor dem Angebot, konkretes Leistungsverzeichnis, nachgewiesene Betriebshaftpflicht, Referenzen und echte Kundenbewertungen, feste Ansprechpartner und geregelte Vertretung — plus Preise, die den Tariflohn realistisch abbilden.
Welche Flächen wie oft mit welchen Tätigkeiten gereinigt werden, was Grundleistung und was Zusatzleistung ist (Fenster, Grund-, Teppichreinigung), dazu Preise, Laufzeit und Kündigungsfristen. Pauschalpreise ohne Leistungsbeschreibung sind ein Warnsignal.
Nach dem Mindestlohngesetz ist eine Auftraggeberhaftung möglich, auch für Subunternehmer des Dienstleisters. Deshalb: Tariftreue ansprechen, auffällig billige Angebote hinterfragen und klären, ob mit eigenem Personal gearbeitet wird.
Branchenüblich sind überschaubare Anfangslaufzeiten mit Verlängerungsoption und klaren Kündigungsfristen. Sinnvoll ist eine Probephase mit gemeinsamer Begehung nach den ersten Wochen und vereinbartem Nachbesserungsweg.
